Registrierkasse: Sind durchlaufende Posten zu erfassen?

Steuernews-TV Ausgabe: Jänner 2017

Registrierkasse: Sind durchlaufende Posten zu erfassen? Müssen Beträge, die ein Unternehmer im Namen und auf Rechnung eines anderen einnimmt oder ausgibt, erfasst werden? Was ist zu beachten, wenn ein durchlaufender Posten mit einem Barumsatz eingegeben wird? In der aktuellen Ausgabe von Steuernews-TV erfahren Sie alles zu diesem Thema.

Textabschrift des Videos (Transkription)

Registrierkasse: Sind durchlaufende Posten zu erfassen?

Das Finanzministerium beantwortet diese Frage in einem aktuellen Erlass wie folgt:

Durchlaufende Posten sind Beträge, die ein Unternehmer im Namen und auf Rechnung eines anderen einnimmt oder ausgibt, z. B.:

  • Ortstaxen, die ein Gastronomiebetrieb für die Gemeinde einnimmt, oder
  • die Vignettengebühr, die ein Unternehmer im Namen und auf Rechnung der ASFINAG verkauft.

Für den Kunden muss klar sein, dass der Unternehmer die Zahlung nicht für sich, sondern für einen Dritten entgegennimmt.

Durchlaufende Posten sind somit keine Bareinnahmen, die der Losungsermittlung dienen. Sie müssen daher nicht in der Registrierkasse erfasst werden. Werden durchlaufende Posten freiwillig erfasst, muss der Beleg grundsätzlich den Anforderungen an Registrierkassenbelege entsprechen. Auf die elektronische Signatur kann in diesem Fall verzichtet werden.

Wird ein durchlaufender Posten gemeinsam mit einem Barumsatz in der Registrierkasse eingegeben und nur ein Beleg erstellt, muss dieser den Sicherheitsanforderungen entsprechen und auch mit einer Signatur versehen werden.