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Wie lange muss ich meine Unterlagen aufbewahren?

Wie lange muss ich meine Unterlagen aufbewahren?

Welche Unterlagen müssen sieben Jahre aufbewahrt werden? Für welche Unterlagen gibt es verlängerte Aufbewahrungsfristen? Warum sollten beim Kauf eines Grundstücks bzw. einer Immobilie im Privatvermögen alle Unterlagen, die mit dem Kauf in Zusammenhang stehen, unbefristet aufbewahrt werden? Die wichtigsten Infos dazu in der neuen Ausgabe von Steuernews-TV!

Textabschrift des Videos (Transkription)

Wie lange muss ich meine Unterlagen aufbewahren?

Grundsätzlich müssen Bücher, Aufzeichnungen, Belege und Geschäftspapiere entsprechend der Bundesabgabenordnung sieben Jahre lang aufbewahrt werden. Die Frist beginnt grundsätzlich zu laufen am Ende des Jahres, für das die Buchungen vorgenommen wurden.

Für bestimmte Unterlagen gibt es eigene Aufbewahrungsfristen. Beispiele für verlängerte Fristen sind:

  • Nach dem Umsatzsteuergesetz müssen Unterlagen, die bestimmte Grundstücke betreffen, 22 Jahre aufbewahrt werden.
  • Alle Aufzeichnungen die Umsätze betreffen, für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wurde, müssen zehn Jahre aufbewahrt werden.
  • Bei Unterlagen, die in einem anhängigen Berufungsverfahren, gerichtlichen oder behördlichen Verfahren als Beweismittel dienen, verlängert sich die Frist auf unbestimmte Zeit. Auch Unterlagen über Eigentums- oder Bestandsrechte und Arbeitsverträge sollten länger aufgehoben werden.

Bitte beachten Sie, dass Betriebsprüfungen bis zehn Jahre zurück möglich sind. Daher kann es sinnvoll sein, Unterlagen auch so lange aufzuheben.

Auch beim Kauf eines Grundstücks bzw. einer Immobilie im Privatvermögen sollten alle Unterlagen, die mit dem Kauf in Zusammenhang stehen (z.B. Kaufvertrag, Belege über Anwalts-/Notarkosten und Grunderwerbsteuer und alle Rechnungen zu später getätigten Investitionen) für die Berechnung der Immobilienertragsteuer unbefristet aufbewahrt werden.